Klinergie 2020

Sie finden hier eine kurze Information zum Projekt. Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Projekt-Webseite www.klinergie.de, zu der Sie auch über nebenstehenden Button gelangen.

Hintergrund

Derzeit gibt es in Deutschland ca. 2100 Kliniken mit rund 510.000 Betten, die ca. 600 Millionen Euro einsparen und dabei jährlich sechs Millionen Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid vermeiden könnten[1]. Dies belegen unabhängige Erhebungen. Denn je nach Alter und Größe der Krankenhäuser und abhängig von der Bausubstanz könnten Schätzungen zufolge rund 40% Strom und 32% Wärme eingespart werden[2]. Der Energieverbrauch pro Klinikbett liegt bei rund 5.800 kWh Strom und 29.000 kWh Wärme im Jahr, was pro Bett etwa dem Jahreswärmebedarf von zwei neueren Einfamilienhäusern entspricht. Auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Krankenhauses ist mit rund 3.000 t pro Jahr zu hoch – im Vergleich entspricht dies einem jährlichen Ausstoß von ca. 1.400 Diesel-Pkw[3].

In den deutschen Kliniken liegt also ein riesiges Potenzial für den Umweltschutz, das bisher weitgehend ungenutzt bleibt, obwohl schon eine ganze Reihe von Kliniken Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt haben. Aber eine Studie der Stiftung viamedica belegt, dass weiterhin ein Informationsdefizit hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien, der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie verschiedener Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten besteht.

Zielgruppe

Mit der Informationskampagne Klinergie 2020 wendet sich die Stiftung direkt an die kaufmännischen Leiter und technischen Direktoren der Kliniken. Anhand von Best-Practice-Beispielen aus der Klinikwelt werden die weit reichenden Möglichkeiten aufgezeigt, die Kliniken zur Verfügung stehen, um ihre Häuser energieeffizienter zu machen und jährlich bis zu 5% der Betriebskosten einzusparen und den Ausstoß an CO2 massiv zu reduzieren.

Denn es stellt sich die Frage, warum die aufgezeigten Einsparpotenziale von den Kliniken nur selten ausgeschöpft werden, zumal in Zeiten, in denen sie nicht nur durch die zahlreichen Veränderungen aufgrund diverser Gesundheitsreformen der letzten Jahre, sondern v. a. auch durch die rasant steigenden Energiepreise, die Personalkosten und die zunehmende Konkurrenz der Häuser untereinander unter einem enormen Kostendruck stehen. Der Deutsche Städtetag hat 2008 eine „dramatische Finanzsituation“ der Krankenhäuser diagnostiziert. Dies belastet zunehmend die Patientenversorgung und die Arbeitsbedingungen für die Angestellten.



[1] Quelle: BUND Berlin
[2] Quelle: Kompetenz statt Brennstoff, Dipl.-Ing. Jörn Heilemann, NGT
[3] Quelle: Kompetenz statt Brennstoff, Dipl.-Ing. Jörn Heilemann, NGT