2011

Tim Götting

Herr Götting studiert seit 2006 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zur Bearbeitung seines Promotionsthemas arbeitet er zur Zeit am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Uniklinikums Freiburg im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts „Evidenz-basierte Präventionsprogramme zur Kontrolle nosokomialer Infektionen auf lokaler und nationaler Ebene“.

Im Krankenhaus erworbene Infektionen haben aufgrund der hohen Inzidenzrate, einer damit verbundenen hohen Sterblichkeit und nicht zuletzt auch wegen erheblicher Kosten massive Auswirkungen auf das Gesundheitssystem.

Unter Koordination  des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von (infektiösen) Krankheiten (ECDC, Stockholm) arbeiten die Universitätskliniken in Freiburg, Genf und London zusammen.

Am Universitätsklinikum Freiburg sollen nach den aktuell vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen die Ziele und Methoden bei der Erfassung/Surveillance und der Kontrolle nosokomialer Infektionen (healthcare-associated infections, HAI) auf Basis der wissenschaftlichen Literatur und vergleichbarer Quellen systematisch analysiert und beschrieben werden. Des Weiteren werden sowohl standardmäßig angewandte Vorbeugungsmaßnahmen einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen wie auch solche, die auf den spezifischen Übertragungswegen bestimmter Infektionserreger basieren. Neben der Effektivität sollen auch ökonomische Aspekte (Kosten-Nutzen-Aufwand) Berücksichtigung finden.

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Mathias Könczöl

Herr Könczöl studierte Pharmazie an der Universität Freiburg sowie der Universidad Complutense de Madrid. Im Jahre 2008 erhielt er die Approbation zum Apotheker. Seit August 2008 ist er am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene als Doktorand tätig. Das Thema seiner Promotion lautet „Toxizitätsmechanismen anorganischer partikulärer Emissionen“.

Feinstaub (abgekürzt als PM, für „particulate matter“) ist in der Atmosphäre allgegenwärtig und wird in verschiedenen Umgebungen durch natürliche und industrielle Prozesse erzeugt. Epidemiologische Untersuchungen verbinden PM mit erheblicher Beeinträchtigung der Gesundheit (z.B. Atemwegserkrankungen, erhöhte Morbiditäts- und Mortalitätsraten. Nach welchem Mechanismus Feinstäube ihren toxischen Effekt ausüben und inwieweit der anorganische Bestandteil zur Toxizität beiträgt, ist noch weitgehend ungeklärt.

Ziel dieses Vorhabens ist es, die molekularen Wirkmechanismen der toxischen Effekte von luftgetragenen Feinstaub-Bestandteilen in geeigneten humanzellulären Systemen aufzudecken. Die Auswahl der zu untersuchenden Stäube fusst zum einen auf einer Studie des geochemischen Instituts der Universität Freiburg, in welcher Kraftwerk-Emissionen gesammelt und charakterisiert wurden, zum anderen wird das ubiquitär vorhandene Eisenoxid Magnetit (Fe3O4) einer Toxizitätsprüfung unterworfen. Die Aufdeckung der, den toxischen Effekten dieser speziellen Feinstäuben zugrunde liegenden, zellbiologischen Mechanismen ermöglichen eine Abschätzung des potentiellen gesundheitlichen Risikos dieser Luftverunreinigungen, was für Risikomanagment (schnelle Beurteilung gesundheits-relevanter Belastungen) und vorbeugendem Gesundheitsschutz (Präventiv-Massnahmen) unabdingbar ist.

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Tim Götting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mathias Könczöl