2009

Benedikt Ossege

Ein Teil des Franz-Daschner-Stipendiums 2009 wurde  an Benedikt Ossege vergeben. Seit 2006 ist er Student der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Fachbereich Humanmedizin und nun, ab April diesen Jahres, auch Doktorand am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, betreut durch Prof. Dettenkofer.

Im Rahmen des Stipendiums bearbeitet er sein Promotionsthema "Ökologische Untersuchungen von Filtersystemen zur Legionellenprävention".

Legionellen sind Bakterien, die sich in diversen Feuchtbereichen wie etwa Wasserleitungen, Duschköpfen, Klimaanlagen u.a. verbreiten können. Um eine Infektion zu vermeiden, bedarf es besonders eines intakten Immunsystems, womit sich die Problematik für eine nicht geringe Anzahl von Patienten in Krankenhäusern bereits ergibt. Zur Reduktion des Infektionsrisikos kommt daher neben systemischen Verfahren die lokale Montage von endständigen Wasserfiltern in Frage, welche die Legionellen mechanisch zurückhalten. Die ökologischen (orientierend auch die ökonomischen) Belastungen durch diese Wasserfilter, die in den Varianten Einmal- und Mehrwegfilter angeboten werden, sollen in diesem Projekt beleuchtet und verglichen werden.
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Klaus Kaier

Zweiter Stipendiat des Franz-Daschner-Stipendiums 2009 ist Klaus Kaier. Von Haus aus Wirtschaftswissenschaftler, promoviert er interdisziplinär über die Kosteneffektivität von krankenhaushygienischen Maßnahmen zur Prävention von Krankenhausinfektionen. Das Promotionsvorhaben von Herrn Kaier wird von medizinischer Seite von Herrn Professor Frank am Institut für
Umweltmedizin und Krankenhaushygiene betreut. Die ökonomische Seite
der Promotionwird vom Leiter des Forschungszentrums
Generationenverträge
, Professor Bernd Raffelhüschen betreut.

Nachdem in den letzten 60 Jahren die Entwicklung immer neuer,
effektiver Antibiotika bei der Behandlung von Infektionskrankheiten zu
einer steten Verringerung von Krankheitsschwere und Sterblichkeit
geführt haben, scheint sich in den letzten Jahrzehnten der Trend
umzukehren. Die Effektivität der einstigen Wundermittel Antibiotika
schwindet durch die zunehmende Verbreitung resistenter Erreger. Damit
einhergehend nehmen die Auswirkungen von Infektionen mit resistenten
Erregern zu. Die Verhütung von Krankenhausinfektionen besitzt höchste
Priorität in der Gesundheitspolitik und die Bestimmung der
Kosteneffektivität einzelner Maßnahmen kann zu einer optimal
eingesetzten Infektionsprävention maßgeblich beitragen.
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Benedikt Ossege

 

 

 

 

 

 

Klaus Kaier